Angebot Seniorenfitness

Seniorenfitness

Ab dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko erheblich durch einen Sturz eine Kopfverletzung oder eine Schenkelhalsfraktur zu erleiden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen als Hauptursache für häusliche Stürze eine mangelnde Bewegungskoordination und nachlassende Reaktionsfähigkeit.

Die Gangsicherheit und die Körperhaltung hängen hauptsächlich von der Sensorischen Wahrnehmung wie z. B. Augen und Ohren, vor allem aber von der Körperbalance und dem Gleichgewicht ab. Dazu leistet das menschliche Nervensystem eine aussergewöhnliche Feinabstimmung von Kopf bis Fuss.

Schmerzen im Bewegungsapparat, Gelenkarthrosen, Wirbelsäulenfehlhaltungen und Bewegungsmangel führen zur Verminderung von Selbstvertrauen und verändern die Lebensqualität des älteren Menschen.

Die gute Botschaft ist: Im Alter bleibt die Trainierbarkeit des Körpers erhalten. Es ist durchaus möglich, dass ein trainierter 60-Jähriger ein höheres Kraftmaximum und bessere Gleichgewichtsfähigkeit hat als ein untrainierter 30-Jähriger. Die Devise ist: Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Schon ein moderates Ganzkörpertraining bringt erstaunliche Verbesserungen mit sich.

Die Erhaltung und Verbesserung der sensomotorischen Leistungsfähigkeit ist gerade uns Physiotherapeutinnen ein wichtiges Anliegen.

Alles unter einem Dach - unser Seniorenfitti

Daher gründete ich das Seniorenfitti, ein familiäres, betreutes Aktivitätsstudio, dessen Angebot sich speziell auf die ältere Generation ausrichtet. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit der Kampagne vom bfu (Bundesamt für Unfallverhütung), dem Schweizer Physiotherapeutenverband, der Rheumaliga und der Pro Senectute.

Unser Angebot

1) Test (Eingangs- und Verlaufscheckup-empfohlen alle 3 Monate bei den Trainierenden um den Erfolg zu dokumentieren)

  • Gang- und Sturzanalyse
  • Koordinations-und Krafttest

2) Kraft

  • Kraftförderung und Erhaltung

Zirkeltraining an Fitnessgeräten: Ein Durchlauf dauert ca. 30 Minuten und sollte für einen Kraftaufbau der Muskulatur mindestens zweimal pro Woche durchgeführt werden. Fortlaufende Möglichkeiten für ein Zirkeltraining von Montag bis Freitag am Morgen Gruppen von maximal 7 Personen, welche mit gleichem Ziel und ähnlicher Altersgruppe trainieren.

3) Koordinationstraining/ Gleichgewichtstraining

  • Training auf instabilen Unterlagen (Übungen auf wackeligen Geräten) / In der Fachsprache: Propriozeptionstraining
  • Training zur Verbesserung der Wahrnehmungen (Augen, Ohren, Greifen, Berühren) und ihres Zusammenspiels / In der  Fachsprache: Vestibulomotorisches Training
  • Reaktionstraining um sich bei einem nahenden Sturz besser auffangen zu können

Alle Aktivitäten werden von einer diplomierten Physiotherapeutin begleitet und überwacht. Daher können alle Trainingsangebote bei uns mit einer ärztlichen Verordnung vom Arzt über die Krankenkasse abgerechnet werden. Die dreimonatlichen Checkups sind wichtige und aussagekräftige Beweise für Kraft und Koordinationsverbesserung bei regelmässigem Training.

Optimale Häufigkeit

Wie bereits weiter oben erwähnt: Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Zum Einstieg empfiehlt sich jedoch ein Trainingsintervall von 2 bis 3 Mal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen. Dies erhöht signifikant die inter- und intramuskuläre Bewegungskontrolle. Die Kraftzunahme der Muskulatur ist bei 2 – 3 Mal Krafttraining pro Woche nach 3 Monaten deutlich messbar und noch viel wichtiger: Durch die gewonnene Vitalität wird auch das subjektive Wohlbefinden spürbar besser.

Preise 2019

Alle Aktivitäten werden von einer diplomierten Physiotherapeutin begleitet und überwacht. Daher können alle Trainingsangebote bei uns mit einer Verordnung vom Arzt über die Krankenkasse abgerechnet werden. Wir beraten Sie gerne.

Gratis Schnuppertraining

Zirkeltraining | Gleichgewicht und Koordinationstraining

  • Training 10er-Abo, pensioniert: 90 Franken
  • Training 10er-Abo, nichtpensioniert: 150 Franken

Körperliche Grundvoraussetzungen

Menschen, die folgendes ohne Hilfe können: Mit Rollator oder ganz frei 100 Meter laufen.

Herzpatienten sind herzlich willkommen. Das Training ist ausdauertechnisch absolut ungefährlich für Herzpatienten, da jeder seinen eigenen Rhythmus wählen kann.

Zielgruppe

  • Alle Menschen, die prophylaktisch oder nach einem Sturz etwas für Gangsicherheit und Sturzprophylaxe tun wollen
  • PNP Polyneuropathie Patienten
  • Osteoporose und Osteopenie
  • Nach Zeiten längere Immobilisation z.B. nach Bettlägerigkeit oder anderer einschränkender Erkrankung
  • Nach Operationen Knietotalprothesen und Hüftprothesen (nach 3 Monaten post Op)
  • Angstpatienten nach Stürzen und Mehrfachfrakturen. Wir bieten wir auch physiotherapeutische Einzeltherapie an, fortgesetzt wird dies mit sukzessiver Einführung in das Zirkeltraining in der Gruppe. ( Dies bedingt eine ärztliche Verordnung und ein Training, welches mindestens 3 Monate verfolgt werden kann um bestmögliche Erfolge zu erzielen)
  • Nach Streifung, Schlaganfall, Parkinson, leichte MS und leichten neurologische Defizite
  • Mit der Diagnose Fibromyalgie, Weichteilrheuma, Morbus Parkinson und anderen rheumatologische Erkrankungen ohne aktuelle Akutphase
  • Herzpatienten sind herzlich willkommen

Links zum Thema

Weiterführende Informationen finden Sie zum Beispiel hier:

Getestet und empfohlen vom Seniorenrat der Stadt Brugg

Link zum Prospekt der bfu
Selbstständig bis ins hohe Alter Checkliste Wohnumgebung, Training und Tipps zur Mobilität

Link www.sichergehen.ch

https://gesundheit.lu.ch/themen/gesundheitsfoerderung/alter/schwerpunkte/sturzpraevention
Auszug aus dem verlinkten Text: Knapp ein Drittel der über 65-Jährigen in der Schweiz stürzt mindestens einmal pro Jahr. Meistens ist eine Kombination von verschiedenen Ursachen für den Sturz verantwortlich. Die Risikofaktoren werden in innere und äussere Faktoren unterteilt. Zu den inneren Faktoren zählen: zurückliegende Stürze, die Einnahme von mehr als vier Medikamenten, Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Inkontinenz und Gelenksabnützungen), kognitive Leistungseinschränkungen (Konzentrationsstörung, Wahrnehmung), Sehstörungen, Mangelernährung und Alkoholmissbrauch. Äussere Faktoren betreffen das Wohnumfeld, beispielsweise hervorstehe Teppichränder, fehlende Handläufe bei Treppen, Kleidung, Schuhe und Hilfsmittel von Personen. In vielen Fällen kündigt ein Sturz eine Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes an.

Weit mehr als körperliche Folgen:
Nicht jeder Sturz hat körperliche Folgen. Doch die Angst vor einem weiteren Sturz wird oft zum ständigen Begleiter. Dies kann dazu führen, dass man weniger aktiv ist, sich weniger bewegt und zu Hause bleibt. Genau diese ungewollte und oft auch unbewusste Schonhaltung, hat neben dem körperlichen Abbau tiefgreifende Folgen für die Lebensqualität. Denn mit dem Verlust an Mobilität und Unabhängigkeit geht der soziale Rückzug oft einher.